Schleswig-Holstein

Polizei-Ausbildung: Neue Chancen für Quereinsteiger in Schleswig-Holstein!

In Schleswig-Holstein bietet die Polizei momentan eine attraktive Möglichkeit für Quereinsteiger, die sich für eine Karriere im Polizeidienst interessieren. Personen bis zu einem Alter von 47,5 Jahren können sich für eine Ausbildung bei der Polizei bewerben. Diese Regelung wurde vor zwei Jahren eingeführt, um dem bestehenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Neben den regulären Anwärtern, die meist im Durchschnitt 23 Jahre alt sind, gibt es zahlreiche ältere Bewerber, die sich einen Lebenstraum erfüllen möchten.

Nico Schoknecht, 37, und Maria Schumann, 39, sind zwei Beispiele für diese neuen Rekruten. Schoknecht hat zuvor 16 Jahre Dienst bei der Bundeswehr geleistet, während Schumann aus den Bereichen Parfümerie und Gastronomie kommt. Seit August 2024 befinden sie sich nun in der Ausbildung im mittleren Dienst der Landespolizei. Diese Ausbildung dauert insgesamt zweieinhalb Jahre und umfasst sowohl theoretische als auch praktische Elemente, einschließlich intensivem Waffentraining.

Aufbau der Polizei-Ausbildung

Die Ausbildung gliedert sich in drei Hauptabschnitte: die Grundausbildung, die Fachausbildung und die Abschlussausbildung. Die Grundausbildung nimmt ein Jahr in Anspruch, gefolgt von einem weiteren Jahr für die Fachausbildung, in deren Rahmen ein Berufspraktikum in der Regel in Wohnortnähe absolviert wird. Die Abschlussausbildung dauert ein halbes Jahr und endet mit einer Fachprüfung. Zu den Unterrichtsinhalten gehören neben rechtlichen Aspekten auch praktische Übungen, wie beispielsweise das Training in Selbstverteidigung und im Umgang mit Einsatzmitteln.

Ein wichtiges Element der Ausbildung ist das Berufspraktikum, das angehenden Polizisten Einblicke in den Berufsalltag bietet und auf einer Polizeidienststelle in Schleswig-Holstein stattfindet. Während der gesamten Ausbildungszeit werden den Anwärtern Wohnraum und Verpflegung zur Verfügung gestellt, um die finanziellen Belastungen zu minimieren.

Voraussetzungen für die Bewerbung

Um sich für die Polizei-Ausbildung zu qualifizieren, müssen Bewerber bestimmte Kriterien erfüllen. Ein „positiver Leumund“ ist unabdingbar, was bedeutet, dass Bewerber vorstrafenfrei sein müssen. Bei der Bewerbung sind alle relevanten strafrechtlichen Vorfälle anzugeben. Auch gesundheitliche Voraussetzungen und eine Mindestgröße von 160 cm müssen erfüllt werden. Wichtig ist zudem ein Führerschein der Klasse B, dessen Abschluss je nach Polizeibehörde unterschiedlich geregelt ist.

Die Anforderungen an die Schulbildung variieren ebenfalls. Für den mittleren Dienst ist in der Regel ein Mittlerer Bildungsabschluss erforderlich, während für den gehobenen Dienst eine Fachhochschulreife oder Abitur notwendig ist. An einigen Standorten können auch Bewerber mit einem Hauptschulabschluss berücksichtigt werden, falls sie zusätzliche Qualifikationen mitbringen.

Die nächste Bewerbungsphase für die Polizei-Ausbildung in Schleswig-Holstein startet voraussichtlich am 1. Juli 2026. Angesichts der aktuellen Rekrutierungsbemühungen ist es klar, dass die Polizei bestrebt ist, sich nicht nur gezielt um junge, sondern auch um erfahrene und motivierte Quereinsteiger zu bemühen, um den vielfältigen Herausforderungen im Polizeidienst gerecht zu werden.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
ndr.de
Weitere Infos
schleswig-holstein.de
Mehr dazu
polizeiausbildung24.de

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