
In Ostholstein und Stormarn haben Zivilbeamte der Polizei zwei Männer festgenommen, die verdächtigt werden, an einer Serie von Einbrüchen beteiligt zu sein. Die Festnahmen erfolgten auf frischer Tat in Seeretz, als die Männer, im Alter von 39 und 46 Jahren, versuchten, in eine Apotheke einzubrechen. Diese Vorfälle sind Teil einer größeren Kriminalserie, die seit Dezember vergangenen Jahres in der Region stattgefunden hat. Die Ermittler haben festgestellt, dass es sich um ein Muster handelt, das von Einbrüchen in Bad Oldesloe, Reinfeld, Malente und Ratekau geprägt ist. Laut ndr.de sind die Tatverdächtigen mittlerweile in Untersuchungshaft.
Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen deckten mehrere Einbrüche und versuchte Einbrüche auf. Im Dezember wurde beispielsweise in eine Lagerhalle in Reinfeld eingebrochen, wobei ein Diebesgut im Wert von über 30.000 Euro erbeutet wurde. Am 25. Februar brachen die Männer in ein Reformhaus in Bad Oldesloe ein und erbeuteten einen vierstelligen Bargeldbetrag. Am 14. März drangen sie in eine Bäckerei in Malente ein, auch hier konnten sie eine geringe vierstellige Summe erbeuten. In einem weiteren Vorfall vom 24. Februar scheiterten sie beim Versuch, in ein Juweliergeschäft in Reinfeld einzubrechen, es blieb jedoch erfolglos, wie ln-online.de berichtet.
Umfangreiche Einbruchsserie
Die Einbruchsserie erstreckt sich über mehrere Monate und betrifft diverse Orte in der Umgebung. In der Zeit von Dezember bis März kam es zu mehr als einem Dutzend Einbrüchen und versuchten Einbrüchen, die nun den beiden Männern zugeordnet werden können. Trotz des umfangreichen Spektrums an Straftaten, haben die Täter bei einigen ihrer Versuche keine Beute gemacht, wie beispielsweise beim Einbruch in eine Bäckerei in Ratekau, bei dem es keinen nennenswerten Verlust gab.
Die Festnahmen der beiden Verdächtigen und die Erlass von Haftbefehlen durch die Staatsanwaltschaft markieren einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die steigenden Kriminalitätsraten in Deutschland. Die Einbruchstatistik 2024 zeigt, dass 2023 bundesweit 77.819 Wohnungseinbrüche registriert wurden, was einen Anstieg von rund 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Dies entspricht durchschnittlich 213 Einbrüchen täglich.
Die Daten verdeutlichen die Notwendigkeit von effektiven Sicherheitsmaßnahmen und Präventionsstrategien, um Einbrecher abzuschrecken. Experten raten zu einer Kombination von baulichen, mechanischen und elektronischen Sicherheitslösungen, um den Einbruchschutz zu erhöhen und potenzielle Täter abzuschrecken.