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Zukunft der Landwirtschaft: Schleswig-Holstein setzt auf nachhaltige Innovationen!

Am 4. April 2025 wurde in Rendsburg das Ergebnis eines umfangreichen Dialogprozesses zur Zukunft der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein präsentiert. Das Ergebnispapier besagt, dass bis 2040 eine nachhaltige und tierfreundliche Landwirtschaft möglich ist. An diesem Prozess waren zahlreiche Akteure beteiligt, darunter der Bauernverband, die Verbraucherzentrale, der NABU, verschiedene Tierschutzverbände sowie die Landjugend. Diese bunte Mischung an Interessengruppen erarbeitete insgesamt 24 Thesen, die Themen wie Klima, Wertschöpfung, Tierwohl, Biodiversität sowie Gewässer- und Bodenschutz umfassen.

Der ehemalige Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) initiierte diesen Dialogprozess im Herbst 2018, um aktuelle Herausforderungen in der Landwirtschaft anzugehen. Ein zentrales Anliegen ist die Notwendigkeit, dass alle Landwirte in Schleswig-Holstein nachhaltige Praktiken umsetzen. Trotz einer abnehmenden Zahl an Betrieben wird von einer steigenden Leistungsfähigkeit der Kühe berichtet. Diese Entwicklungen stellen zahlreiche ältere Landwirte vor die Herausforderung, die erforderlichen Veränderungen zu akzeptieren.

Technologische Innovationen und deren Bedeutung

Im Rahmen der Diskussionen betonte die Landwirtin Wiebke Wendt die wichtigen Vorteile von Melkrobotern und der Digitalisierung. Diese Technologien sind entscheidend für das Tierwohl und die Effizienz in der Landwirtschaft. Dennoch äußerten viele junge Landwirte Investitionsängste in neue Technologien, was klare politische Rahmenbedingungen und Unterstützung erfordert. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sieht in den 24 Thesen einen Konsens zwischen Naturnutzern und Naturschützern. Landwirtschaftsminister Werner Schwarz (CDU) berichtete von Fortschritten sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Gesellschaft, die aus diesen Diskussionen hervorgegangen sind.

Die Herausforderungen, vor denen die Landwirte stehen, sind vielfältig. Dazu zählen nicht nur Wetterextreme und schwankende Preise, sondern auch veränderte Verbraucher- und politische Erwartungen sowie komplexe rechtliche Rahmenbedingungen. Diese Aspekte wurden in dem Dialogprozess, der zeitweise neu gestartet wurde und um Vertreter aus der Verbraucher- und Tierschutzgemeinschaft sowie der Landjugend erweitert wurde, intensiv beleuchtet.

Die Rolle der Wissenschaft und innovative Ansätze

Eine herausragende Rolle in diesem Prozess spielt auch die Wissenschaft. Das Zukunftslabor Agrar analysiert die Auswirkungen digitaler Technologien auf die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft. Hierbei werden verschiedene Ansätze und Konzepte entwickelt, die sowohl ökologische als auch ökonomische und soziale Aspekte berücksichtigen sollen. Methoden wie Spot Farming, die darauf abzielen, Biodiversität und Artenvielfalt zu fördern, sind ein Beispiel für innovative Lösungen, die im Dialogprozess diskutiert wurden.

Darüber hinaus wurden die bestehenden Ergebnisse der Borchert-Kommission, der Zukunftskommission Landwirtschaft und die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) stärker in den Fokus genommen. Minister Werner Schwarz verdeutlichte die Bedeutung von Ernährungssicherheit und dem Erhalt der Kulturlandschaft, um zukunftsfähige Lösungen für die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein zu entwickeln.

Der Dialogprozess wird nicht mit der Veröffentlichung der 24 Thesen enden. Vielmehr sollen nachfolgend Ideen zur praktischen Umsetzung gesucht werden, wobei auch landwirtschaftliche Betriebe, Vereine, Institutionen und Studierende eingeladen sind, sich für den Zukunftspreis Landwirtschaft zu bewerben, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Durch diese Initiativen wird ein gemeinsamer Weg zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Landwirtschaft in Schleswig-Holstein geebnet.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
ndr.de
Weitere Infos
schleswig-holstein.de
Mehr dazu
zdin.de

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